Mit Tieren Daheim    

  

ADHS/ADS

Etwa drei bis sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben ADHS, das sind über 500.000. Jungen sind deutlich häufiger betroffen als Mädchen. Damit ist ADHS die häufigste psychiatrische Diagnose bei Kindern und Jugendlichen. Die Beschwerden können vom Vorschul- bis ins Erwachsenenalter auftreten. Etwa drei von hundert Erwachsenen in Deutschland haben ADHS.

Leitsymptome sind Impulsivität Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität

 Unaufmerksam

  • sind häufig unaufmerksam gegenüber Details und machen Flüchtigkeitsfehler
  • sind häufig nicht in der Lage, die Aufmerksamkeit bei Aufgaben oder Spielen aufrechtzuerhalten
  • hören nicht zu was ihnen gesagt wird
  • können Erklärungen nicht folgen, weil sie innerlich abwesend sind
  • führen häufig Anweisungen nicht vollständig durch 
  • bringen angefangene Tätigkeiten nicht zu Ende
  • es fällt ihnen schwer Aufgaben und andere Aktivitäten zu organisieren
  • vermeiden oder beschäftigen sich nur widerwillig mit fremdgestellten Aufgaben, die andauernde geistige Anstrengungen erfordern (wie Mitarbeit im Unterricht oder Hausaufgaben)
  • verlieren oder verlegen häufig wichtige Dinge für Schularbeiten, Bleistifte, Bücher, Spielsachen und Werkzeuge
  • lassen sich leicht durch äußere Reize ablenken
  • sind bei Alltagstätigkeiten häufig vergesslich

 Hyperaktivität

  • Kinder hampeln, rutschen, verdrehen sich, kippeln auf dem Sitz
  • fingern an Kleidung, Haaren, Gegenständen herum
  • ungeduldig, wenn sie mal warten sollen
  • verlassen ihren Platz im Klassenraum oder in anderen Situationen
  • reden und fuchteln dabei mit Händen und Füßen
  • sind häufig unnötig laut beim Spielen oder haben Schwierigkeiten , sich ruhig mit Freizeitbeschäftigungen zu befassen
  • haben eine innere Unruhe und fangen ständig etwas Neues an
  • laufen viel herum und springen über „Tisch und Bänke“, auch in gänzlich unpassenden Situationen (im Wartezimmer des Arztes, im Laden oder Restaurant)
  • bei Jugendlichen und Erwachsenen zeigt sich die Hyperaktivität oft als innere Unruhe oder Umtriebigkeit

  Impulsivität

  • können häufig nicht in einer Reihe warten oder warten nicht, bis sie bei Spielen an der Reihe sind
  • es äußert spontan, was es gerade bewegt oder was ihm spontan in den Sinn kommt und wirkt dadurch „taktlos“
  • es platzt häufig mit der Antwort heraus, bevor die Frage beendet ist
  • es unterbricht oft andere oder lässt sie erst gar nicht zu Wort kommen
  • es mischt sich gern ins Gespräch oder in das Spiel anderer ein
  • reden häufig exzessiv, ohne angemessen auf soziale Beschränkungen zu reagieren